Posts Tagged ‘Freude’

Wenn ich dann gehe, möchte ich bleiben als Lächeln in Deinem Gesicht

Ein herzliches Dankeschön an alle die mit uns gefeiert haben. Die Deadmaus Yearnight war wundervoll.
Danke an alle Freunde und Freundinnen die da waren, allesamt kreative Individualisten. Wir haben uns die ganze Nacht verdammt wohlgefühlt.
deadmaus:combipic klein
Pierroz konnte seinen „Scheiss“ voll durchziehen und geniesst jetzt den errungenen Kult-Status knapp am Rand vom Abgrund. Auch Cyrilov glühte wie ein Komet duch unsre Gehörgänge und der DJ Gianni machte ne abgedrehte Hipriddmjungledup-Show. Die Jungs und Mädels sind wie Pingpong Bälle durch den Clubraum gespickt.

Der Topp-Blueser Lou hat mit einer Einlage den Croud mit seinem sumpfigen Fieber angesteckt und unser hauseigene Rachmaniov haute steinerweichend auf das Piano ein und bezauberte mit seinem Spiel die spätfrüh versammelte Chilloutrunde.

Um den Vorwurf einer Kommerzialisierung der Vitaltransformeridee entlastete uns jener, der die Barkasse um ein paar Hunderternoten entschlackte. Auch ihm sei herzlichst für seine Performance gedankt.

Klar, Remo hat gefehlt, er wird uns immer wieder fehlen, aber vergessen werden wir den Teufelskerl nie, nie!

Wir umarmen Euch alle  –  das Vitaltransformer Team

Praktikantin gesucht

ab sofort oder nach vereinsamung, ist hier, in unserem prächtigen verlagsgelände, die stelle einer praktikantin zu besetzen.

wir sind überzeugt, dass eine praktikantin uns alte säcke, in eine kreative unruhe versetzen, dass sie mit ihrem frischen odem, unsere teilweise etwas zerknirschten gemüter durchlüften wird.die maus sz

mit der jugend in unserer mitte, werden wir dann viel besser arbeiten, oder dann gar nichts mehr zu wege bringen, was wieder in die kategorie „besser“ fallen würde.

jung, hübsch und zärtlich soll sie sein. irgendwelche sonstigen fähigkeiten oder interessen im bereich des verlagswesens werden nicht erwartet.

bewerberinnen mit dem namen „susi“, werden ein kleines bisschen bevorzugt.

bewerbungen mit den üblichen unterhosen an:

info@vitaltransformer.ch

das ganze team freut sich auf dich

Vor 25 Jahren

berlin
im sommer vor 25 jahren nahm mich ein freund, der einen weissen chevrolet cabriolet fuhr nach berlin mit. unterwegs, auf den plattenautobahnen der DDR (badumm,badumm), lagen links und rechts die dampfenden trabis und die leute haben uns begeistert zugewinkt, als ob wir wer weiss wären.
in berlin ist mein freund in ein hotel und ich habe, eingewickelt in einen alten filzumhang von der poscht, im nahen wald beim wannsee gepennt.
gerne erinnere ich mich an das mädel, das in der hotelbar gearbeitet hat wo mein freund abgestiegen ist und das mich schon in der ersten nacht in ihr berlin mitnahm.
sie fuhr eine vw-buggy und zeigte mir die angesagtesten lokale und stellte mich ihren freunden vor.

ach ja, die mauer, die stand damals noch, aber nur noch für etwa drei monate.

Schlafkultur

die orang-utans machen ihr nest aus ästen und blättern täglich von grund auf neu, das habe ich mal irgendwo aufgeschnappt und war erstaunt über so eine achtsame schlafkultur der primaten.

heute habe auch ich wieder einmal etwas schlafkultur betrieben, indem ich die bespannung meines, von der strasse aufgelesenen, metallenen feldbettes, von grund auf neu festzurrte. ich lag da nacht für nacht in einer sich immer tiefer senkenden kuhle.

45 zentimeter breite bietet das karge Teil, das ist etwa gleichviel, wie früher meine angebetete mir an raum zubilligte, wenn sie mit mir das ehemalige grosslager teilte.

ich habe so viel freude mit meiner ächz-liege, weil die so schäbig ist, weil ich sie in 10 minuten (fachgerecht) entsorgen könnnte, weil ich mich jeden abend halb kaputt lache wenn ich mich auf das zähneknirschende teil lege, weil ich mich jeden morgen wundere, dass ich nicht aus dieser pfanne rausgefallen bin.

weil es genug unbequem ist, um am morgen nicht lange darin rumzudösen, weil ich meinen freunden damit imponieren kann, weil es zu meinem stilverweigernden lebenstil passt, weil, wenn es mir mal dreckig gehen sollte, ich mich nicht auch noch an schlechte pennplätze gewöhnen muss.

ja ich beobachte an mir eine tendenz, mich in eine vielleicht, oder sogar höchstwahrscheinlich, kommende zupackende armut, vorsorglich einzugewöhnen. auch eine art altersvorsorge, nicht die schlechteste finde ich.

und überhaupt; grad letzhin hat in einem gespräch eine freundin meine these bestätigt, als sie erwähnte, mit weniger geld, qualitativ besser zu leben.

Vitaltransformer Instrumental

wie immer frisch ab presse, bunt und mit tiefgündigem wortkonstrukt verzieret. um deren volle wirkung  zu ermöglichen, wird die ganze mär  hier ohne zeitraster nochmals abgedruckt.

Aus der einen Regung, dessen Kern, jenem Anziehungspunkt, der sich verdichtenden Masse, in einem Sog; diesen hohen Wellengang hindurch, meinen Urtrieb umschmeichelnd, in sich verschmelzend.

Ohne Erklärung, ohne Hinweis, ohne Schrift; aus sich selbst, mich zeugend, mit Wurzel und Hoden, die Grundfrage hinwegfegend, einfach so.

Das eine Spiel sucht Seinesgleiche, Sinnliche und Verliebte.Ich gebe mich hin, ich folge nach, schenke ein und aus, trinke und spritze, schiesse meinen losen Haufen in den Strom des Ganzen. Mit all meinen Tränen; Tränen der Wut, der Verzweiflung und der Freude.