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Lindenblüten

lindenblüte
die wintersonne, die so flach zum fenster hereinscheint, wie sie das nur in diesen raren kurzen tagen überhaupt kann.
eine volle glaskanne mit lindenblütentee, die auf dem küchenbord an dem sonnenfenster steht und von den strahlen durchleuchtet wird.
das teekraut, getrocknete blüten vom lindenbaum, die in diesem heissen wasser zu einem zweiten leben erwachen und nochmals aufblühen.

klar, in dieses medium verirrt sich keine der sonst fleissigen bienen, und wenn, dann höchstens als ein sommerlandschaften träumendes, schlafendes insekt.
die kamera halte ich ganz nah ans glas und stelle sie wegen der doch langen belichtungszeit aufs bord ab.

makroeinstellung angewählt und dann mal mit kleinen variationen ungefähr zwanzigmal abgelichtet. die gezeigte aufnahme ist aus dem letzen drittel der session.

Digitalzoom-Vergrößerung: 0, Belichtungskorrektur: 0, Belichtungsprogramm: Normales Programm, Belichtungszeit: 1/100, Blendenwert: 2.8, Brennweite: 5.8, ISO-Empfindlichkeit: 100, Lichtquelle: Gutes Wetter

Schwarzmalerei

Da ist ein künstler, den es zu entdecken gilt.
f.lauber sein name, seine arbeiten sind stark, getrieben durch eine ausdrucksvolle willenskraft.

kollegen glauben sogar rätselhaft manische strukturen in den tuschbildern zu entdecken. tusche, wie sie schon hokusai benutzte und wie sie die tätowierer seit jahrtausenden unter die haut fliessen lassen. nachtschwarz, blutrot, manchmal auch in regengleichen grau -und blautönen.

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Die Nacht, die draussen auf mich wartet

die geschenkte led-minilampe und das holzscheit, um die fotokamera abzustellen, damit das bild, von diesen, mit der lampe seitwärts angestrahlten, von herbstlaub umkränzten pilze, nicht verwackelt.

der boden, mit diesen nassen blättern angefüllte, riecht nach alten gammligen schafswollsocken. ich rutsche auf den knien darin herum, bis alles stimmt.
das kühle feucht, spür ich unter meinen hageren knien.

selbst gerendert: normaler prozess, zeitpunkt digitalisierung: 21.11.2014 18:55:18

belichtungszeit: 1/6, blitz: aus, wurde nicht ausgelöst, blendenwert: 2.8, lichtquelle: gutes wetter

und ich habe behauptet, es gäbe dort oben, im stillen wald, kein funke digitalen lebens. denkste!

nachtpilze