
»Der Mensch ist nicht gut. Die Gesellschaft verfolgt und bedroht die Armen, sie zieht noch dem Strassensänger das Geld aus der Tasche, damit er an einer Ecke des Bürgersteigs stehen darf.
»Der Mensch ist nicht gut. Die Gesellschaft verfolgt und bedroht die Armen, sie zieht noch dem Strassensänger das Geld aus der Tasche, damit er an einer Ecke des Bürgersteigs stehen darf.
Vitaltransformer Zeitbildschrift, Erstausgabe 1.11.1994
Im Gedenken an Herausgeber Remo Andres
„Man werde auch für die weniger schönen Geschichten bei diesem generationenübergreifenden Projekt die Verantwortung übernehmen. Solche, und noch einige andere Floskeln nahm der zuständige Vorstandsvorsitzende aus der für ihn vorbereiteten Aktenmappe in seinen Mund und spuckte sie den Medienschaffenden ins Auge ihrer Videokamera.“*
…ein Tag wie jeder andere. Man wünscht sich etwas, egal was, einfach etwas anderes, als das, was ist. Man verlässt den Wohnraum, geht seinen Gang, den gewohnten, es gibt nur diesen, diesen einen, der an der Recyclingsammelstelle vorbeiführt. Man steht in der Bücherecke, lässt seine Augen über die Regale, die Buchrücken streifen.
„Mein Mund hat auch gerne Salzstangen“ oder „meine Zunge schläft noch“ oder „ich habe ihre Stimme in meinem Körper gespürt“, solche Aussprüche fallen im 2010 erschienenen Buch „Tauben fliegen auf“ (Jung und Jung) . Nach „Im Schaufenster im Frühling“ war es das zweite Buch von Melinda Nadj Abonji. Auch im aktuellen dritten Buch mit dem Titel „Schildrötensoldat“ wird der Leser wieder diese Sätze eigener Machart, wie zb. „…und meine Mutter hat in ihrem Mund ein Feuer angesteckt“ entdecken…